Kinotipp: Die Hüter der Tundra

Dieses unbeschreibliche nordische Licht, glitzernde Seen, jede Menge Schnee, unzählige Rentiere und außergewöhnliche Menschen – eine bewegende filmische Reise in Europas hohen Norden, über den Polarkreis hinaus in das russisch-samische Dorf Krasnotschelje auf der Halbinsel Kola. 

wfilm_tundra_plakatRené Harders dokumentarisches Juwel „Die Hüter der Tundra“ entführt den Zuschauer einfühlsam und unaufgeregt in eine uns hierzulande nahezu völlig unbekannte Welt. In die  man sonst nur per Helikopter oder Schneemobil kommt. Über sechs Jahre lang ist der deutsche Regisseur immer wieder tausende von Kilometer ins weit abgelegene Krasnotschelje gereist, um so vor allem nach und nach das Vertrauen der russisch-samischen Einwohner des 500-Seelen-Dorfs zu gewinnen.

Und seine Mühen haben sich gelohnt! Denn „Die Hüter der Tundra“ ist ein ganz besonderer Film geworden, ebenso eindringlich wie berührend. Voll großartiger Bilder, leiser Magie, beeindruckender Menschen, offener Einblicke und einem ganz eigenen Charme.

Nachdem die einnehmende Doku bereits auf verschiedenen internationalen Filmfestivals vorgestellt wurde, läuft „Die Hüter der Tundra“ vom 22. bis einschließlich 28. Januar 2015 auch endlich in den deutschen Kinos. norrden findet: absolut sehenswert!

PS: Geologisch-geografisch gesehen gehört die Halbinsel Kola, gemeinsam mit Norwegen, Schweden und Finnland zu Fennoskandinavien, auch Fennoskandien genannt.

Text: Anja Otten-Reichel | Foto: © W-film Distribution

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